Erdäpfel legen

600 kg Erdäpfel sind unter der Erd! Mit dem sogenannten Erdäpfelleger sind Oliver Norbert und Michael am Samstag ausgefahren und hatten dabei viel Spass. Dier Herausforderung war das richtige Tempo zu finden in dem die Erdäpfel durch das Legerohr durchmüssen, alle 30cm sollte ein Erdapfel liegen. Der Traktor fährt dabei im Schritttempo, trotzdem muss man ganz schön flink sein.

Gemüseacker: Start mit Kraut und Rotkraut.

Wir haben endlich Wasser, wir können also auch aussetzen, was nicht frostgefährdet ist. Obwohl bei den momentanen Temperaturen schwer vorstellbar, letztes Jahr gabs auch am 17. Mai Frost. Die Fotos sind ja nun schon paar Tage alt, mittlerweile gehen schon die ersten Radieschen auf, Karotten und Pastinaken keimen, Kohlrabi und Kraut gehts gut und wir haben uns entschlossen, einige Frühtomaten und Gurken jetzt schon auszusetzen. May the force be with us.

Führung Gruppe SOL 20. April

Am 20. April besuchten uns 11 Leute der „New Generation“ von SOL – Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil. Oliver gab einen Nachmittag lang bei einem Rundgang Einblick in unseren Hofaufbau und zeigte Jungpflanzenanzucht, den alten Weinkeller, Weingarten, Futteracker mit durchbrechenden Luzernen (Klee), Weizenacker und Aufbau des Schweinegeheges. An dem Tag war erwachendes Boden- und Blütenleben spürbar und sichtbar. Wie funktioniert das mit Bio genau? Ist das kompliziert? Wie greifen alle diese Dinge – Ackerbau, Tierhaltung, Gemüsebau, Kompostierung, Bienenhaltung usw., in der Landwirtschaft ineinander? Warum entscheidet man sich für einen Berufswechsel in die Richtung? Wie schafft man es die Baumpfähle für ein Gehege in den Boden zu bringen …Rosalie: „Ich komme beruflich aus einer ganz anderen Ecke. Und habe heute das erste Mal so richtig verstanden was  in der Landwirtschaft so alles dahintersteckt. Wo kann ich das sonst sehen? Spannend.“ Wir bedanken uns bei SOL für das Interesse. Führungen organisieren wir gerne für alle Interessierten, bitte einfach mit uns Kontakt aufnehmen.

Danke Rosalie und Simon für die Fotos. Verein SOL: http://www.nachhaltig.at/

Folientunnel, Hühnerstall und Weidezaun

Seit Mitte März geht’s bei uns konstruktionstechnisch zur Sache. Wir haben einen Folientunnel aufgestellt, in dem mittlerweile hunderte kleine Jungpflanzen heranwachsen. Beim Hühnerstall sind wir bei der Innenarchitektur angelangt – wie sollen die Nester aussehen, Sitzstangenhöhe, Klappenabmessungen. Immer im Gegencheck mit den Biorichtlinien, damit alles dann beim Einzug der Tiere auch wirklich passt. Letzte Woche dann Startschuß für den Schweineweidezaun. Ausgestattet mit Erdbohrer und als Hammer umfunktionierter Baggerschaufel werden die Akaziensteher platziert. Das alles ist nur mit tatkräftiger Unterstützung möglich – danke an Andi, Christine, Ela, Michael, Norbert und Stefan!

Freilandschweine – wir kommen!

Was unser Projekt Freilandschweinehaltung betrifft, sind wir ein paar Schritte weiter. Die Umzäunung und Gestaltung der ersten Parzellen ist durchgeplant, ein Lieferant für die Robinienpfähle (auch Akaziensteher genannt) ist gefunden, alle Details für Strom- und Wasseranschluss sind abgeklärt. Und Futteracker mit Luzernen, Wintergetreide und Topinambur dürften funktionieren. Die Mangalitzas werden wir vom Zuchtbetrieb der Wiesners holen, denn – kurz ausgedrückt – die wissen einfach was sie tun. Die Arche de Wiskentale ist übrigens auch einen Ausflug wert, wenn man nicht gleich vorhat Schweine zu halten. Es gibt dort immer wieder Veranstaltungen, Essen und Kurse zur Verarbeitung.  Wir freuen uns schon darauf, dort viel zu lernen.

Unterhalb des Schweinegeheges haben wir eine Fläche von 2.000m2 für Gemüse vorgesehen. Mit dem Wasseranschluss vor Ort wird es mit dem Giessen um Einiges einfacher als im Weingarten, wo wir auf Wassertanks zurückgreifen müssen.

Viel Input hat Oliver noch heimgebracht von einem Weiterbildungstag zur Freilandschweinehaltung am  Demeter-Hof von Matthias Hager/Weinbeisserei in Mollands. Die bezaubernden Fotos der Turpolje-Schweine wollen wir allen Interessierten nicht vorenthalten. Matthias Hager hat seine Schweine zum Umgraben in den Weingarten geschickt, was sie ziemlich gründlich erledigt haben. Wir werden das weiterverfolgen, ob das für uns eine Option darstellt.

 

Auf Recherche

Die kühle nasse Zeit nutzen wir für Ausflüge – hinter uns liegt Ende Oktober eine Betriebsbesichtigung bei den sympathischen Wimmer-Czernys, ein Demeterweingut in Fels am Wagram. Neben  fantastischen Weinen haben sie ihre Erfahrungen in der Mangalitzahaltung mit uns geteilt. Spannend und wieder ein paar Puzzlesteine mehr. Ursula Vender in St. Andrä/Wördern hat uns bereitwillig nicht nur über ihre Schweine, sondern auch die Ziegen Auskunft gegeben. Anfang November dann zwei Tage in Nikolsburg – Schloß Mikulov – bei der VINOENVI2012 Konferenz mit der Bioforschung Austria. Am Plan für nächste Woche ein Besuch bei der Arche de Wiskendale, Familie Wiesner, die größten Mangalitzazüchter in Niederösterreich. Wir berichten! Für Laub- und Weingartenarbeit können wir aktuell Hilfe gebrauchen. Wer Lust hat auf Frischluft und anschließender Verpflegung mit Kürbiscurry, bitte melden!

Misttage? Gute Tage!

Manchmal sind die Misttage ja die eigentlich guten Tage. Und auf dem Mist wachsen Kürbisse und all das andere Gemüse ja erst richtig gut. Wir haben Winterzwiebel und -knoblauch ausgesäht. Die Kürbisse fast abgeerntet. Der Roggen am Futteracker geht auf. Der Miststreuer aus dem Waldviertel ist heute auf Nr. 5 eingezogen. Ziemlich viel Gutes. Und welcher Misthaufen kann schon von sich behaupten, SO eine Aussicht auf Wien zu haben.

Misttage

Oliver hat ausgesät – ein Gemenge aus Roggen, Wicke, Luzerne, Rotklee und Weißklee. Wofür das ganze? Zur Bodengesundung, für den Humusaufbau und vielleicht schon als erstes Schweinderlfutter. Das müssen wir aber noch mit der Biokontrollstelle besprechen. Unmengen von Pferdemist, um genau zu sein 25m3, bekommen wir ab nun alle 2 Monate zur Verfügung gestellt. Wird kompostiert, und dann auf den Äckern verteilt. Joachim und Oliver haben schon mal zu schaufeln begonnen. Auf gut eingearbeitetem Pferdemist sind auch die roten Rüben aufgegangen, die Ali für den Bioladen hergerichtet hat. Der Grubber und die Sämaschine, die Großeltern Buhl und Oma betrachten, sind derweil noch vom Ambros geliehen. Wiedermal, danke an dieser Stelle. Anatol ist meistens dabei, aus Jugendschutzgründen aber von Paparazzifotos verschont.